das resort lag direkt neben einer schule und das hiess, dass dort den ganzen tag über ein megaphon etwas über den schulplatz gerufen wurde, nachmittags für kinder, abends vielleicht für erwachsene? es erschien, als würde in grossem umfang gymnastik gemacht, angetrieben von einer lauten lehrerin, ich wurde jedenfalls mit einer ordentlichen ladung lärm beschallt. als dies heute morgen um 7:00 wieder anfing, war klar, dass ich nicht bleiben kann. also recherchiert, die andere lodge nebenbei hatte laut satelitenbild keine einzelnen bugalows, was ich mir wünschte, also nehme ich die lodge, die mir der taxi-fahrer gestern empfohlen hat. sie sind auf der anderen seite des flusses, ich muss zur fähre und werde abgeholt. packen, auschecken, der mitarbeiter bringt mich mit einem elektro-buggy bis zur strasse, zuvor unter meinem gepäck durchaus stöhnend. an der strasse frage ich ihn, ob ich die fähre, zu der ich nun laufen musst, sehen kann und er entrüstet: du kannst nicht laufen, das ist weit entfernt. ich schaue, 500 meter, das schaffe ich, er: „nein, das geht nicht, es ist schrecklich weit weg.“ wie weit? „sehr weit“. wie es auf sansibar keine wirkliche personelle messung für die uhrzeit gab, denn alle richteten sich nach den gezeiten, scheint es hier keinen bezug zur entfernung zu geben, denn (fast) alle fahren eh mit dem roller. (?, steile these …) 500 meter habe ich jedenfalls geschafft.
übergesetzt für 3,2 cent und gegenüber direkt vom hotel-personal abgeholt, auf 2 rollern, einer für gepäck, der andere für mich, mit helm!
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schon allein diese fahrt war toll, über eine schmale strasse (dabei war dann direkt klar, warum hier keine autos fahren können, dann käme nichts anderes mehr vorbei), entlang der kanäle, ins immer weiter abseitige, durch dichtes grün. wir sind immer wieder abgebogen und über zig brücken gerollert. (sigrid, es hat mich an unsere wunderbare reise durch die domrep erinnert …)
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die lodge ist grossartig, ich habe einen bungalow, es gibt kein geplärre in der nachbarschaft, sondern ruhe und hähne. natürlich bin ich direkt auf die terrasse, um einen kaffee zu trinken, diese liegt direkt an einem kanal. ich sass kaum … DA !!! schipperte ein kleines boot mit frau und gemüse und obst, hielt am steg gegenüber, 5 meter entfernt und verkaufte ihre sachen, die sie vermutlich dort eingekauft hatte, wo ich gestern morgen war. es war EXAKT das, was ich mir gewünscht habe! PUI !
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loan von der lodge erklärte mir, dass am tag einige solcher boot vorbei kommen, oft auch mit obst, dass auf der einen seite gepflückte wird, gerade ist stern-apfel-zeit, und vollbeladen fahren sie hier vorbei, ich müsse mich einfach nur dorthin setzen und darauf warten.
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so beflügelt bin ich direkt ein wenig mit kamera herumgelaufen. die menschen sind unglaublich nett, offen, freundlich und zufrieden. und lassen sich fotorgafieren.
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sowohl beim roller-fahrer oben, der schuhe und socken verkauft, wie auch bei den frauen mit gemüse auf ihrem boot war es so, dass sie einen jingle gespielt haben bzw. wie ich es in diesem moment von der strasse höre, einen kurzen text, der auf ihren verkauf aufmerksam macht. sehr praktisch also, ich werde meine fotomotive im vorfeld hören. (fraglich ist noch, wie es dann weitergeht, aber das ist der nächste schritt.)
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jetzt sitze ich erst einmal vor meiner hütte, freue mich, trinke den fantastischen kaffee und schreibe von meinem glück. morgen geht es dann an die umsetzung.

Prima, das Gesuchte zufällig gefunden! Dann kann’s jetzt ja richtig losgehen! Viel Vergnügen!
😊👍
Super, das freut mich sehr!
Endlich hast Du hoffentlich Deine schwimmenden Ladentische gefunden.
Ich bin auf die ersten fotografischen Ergebnisse gespannt.
Ja das freut mich auch! Und ich bin auch schon gespannt. Es ist stark, wie hartnäckig Du in dieser fremden Umgebung sein kannst und unablässig Dein Ziel verfolgst. Im Ernst, Motive gibt es ja genug, wie man sieht, aber das scheint es wohl noch nicht zu sein…
Liebe Anja, wieder so spannend deine Berichte zu lesen- und die Erinnerung an unsere so besondere Reise damals ist prompt wieder da. Bleib weiter so hartnäckig und offen im Entdecken, ich bin gespannt!
😊😘
ja, unsere reise ist mir oft präsent,
herzliche grüsse!