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Mương Đình, Tag 7

Gestern hat es geregnet, was in dieser Jahreszeit eher ungewöhnlich ist. Das hatte zur Konsequenz, dass die Temperaturen um etwa 10 Grad gefallen sind … auf vielleicht 24 … es war angenehm, hat aber über Nacht bei mir zu Kopfschmerzen geführt, wie in Deutschland auch, wenn die Temperaturen schwanken. Heute sind sie wieder auf ca. 30 Grad.
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Die Feuchtigkeit macht die Farben noch satter, was die Üppigkeit des Grüns unterstreicht – sehr schön!
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Während und auch nach dem Frühstück hatten wir Gelegenheit, über meine Foto-Wünsche zu sprechen. Dabei wurde klar, dass jene Frau, die ich gestern im Boot sah, auch auf Zuruf ( also mobiler Anruf ) kommen würde. Jene Verkäufer:innen auf den Rollern ebenso.
Das Personal wird mir jetzt ein Angebot erstellen, wie und wann ich mich mit einem Boot bewegen kann.
Und damit komme ich gern zu einem weiteren Punkt, der mir hier stark auffällt. Die Vietnamesen haben eine gewisse Unruhe in sich. Sie tun das, was ich sehen kann, in einer gewissen Zügigkeit (meint das Effektivität?), wenn das abgeschlossen ist, steht man auf und geht. Mein Gefühl des Endes des Gesprächs ist dann schon mal ein anderes als bei meinem Gegenüber. Diese Art wird unterstrichen durch die Art, wie sich scheinbar die meisten Touristen durch das Land bewegen: zwei Tage hier, jeweils eine vororganisierte Tour, um dann weiterzuresien und dort gleiches zu tun. Auch das hat eine gewisse Unruhe. Natürlich kennen wir alle die Vorteile: in kurzer Zeit kommt man zu vielen Highlights. Auf der anderen Seite nur, wenn wie ich, man es anders machen möchte, kostet das schon eine gewissen Energie, sich diesem Tempo genau entgegen zu stellen.
Denn, in meinen Augen, nur in der Recherche ( 😊 Angelika, wie nett, deine Erinnerung! ) finde ich tiefer in die eigentliche Kultur, was hier mein Anliegen ist.
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Dann noch Eindrücke aus dem nahegelegenen Ort, in den ich geradelt bin, um zu sehen, ob der schwimmende Markt vielleicht doch noch zur späteren Uhrzeit stattfindet (tut er nicht.):
zahlreiche streetfood-Stände verkaufen alles, ALLES! in Plastiküten, Suppe, Pudding, Saucen …. Wenn diese von Vorbeifahrenden gekauft werden, werden sie dann wieder in Tüten verpackt. Das ist wirklich schwer zu ertragen ….
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Als ich in jenem unten beschriebenen Café beim ca phe sua da (Milchkaffee) sass, konnte ich mitkriegen, dass die Kokosnüsse bei Bestellung des Wassers frisch geernet werden. An anderer Stelle sah ich Strassenfood direkt neben Sitz- und Schalfmöglichkeiten.
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Und dann noch zum Essen:
Gestern abend gab es im hauseigenen Restaurant ( der Chef kocht selber ) Red Snapper mit Nudeln und Salat, ausserdem eine Guava, zum Nachtisch frittierte Bananen, die hier etwa 5 cm lang sind. Ein vietnamesisches Minzblatt, dass sehr viel milder ist als ein marokkanisches, war mit eingewickelt. Bei Bestellung des hiesigen Weins wurde mir zunächst ein Reisschnaps gebracht, beides schreit nicht nach Wiederholung …. Das Essen war fantastisch!
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Und zum Schluss noch ein Quiz:
was ist der Unterschied zwischen dem vorderem und dem hinterem Sitz-Bereich dieses Cafés?
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Die Bedienung kam bei Betreten relativ schnell auf mich zu, um mir anzubieten, im (in diesem Foto) hinteren Bereich sitzen zu können, also „inside“ und nicht „outside“, da es dort einen „fan“/ Ventilator gäbe … hahaha ….


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