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Cai Rang, Tag 4

tolle tour und schwierige erkenntnis,
heute, an meinem 4. tag, bin ich um 5:15 vz aufgestanden, dass war 23:15 dz, um auf den schwimmenden markt nach cai rang zu fahren, mit dem boot von frau ha, meiner vermieterin. das allein war ein abenteuer, denn der antrieb erschien mir wie mit einem rasenkantenschneider-propellor. rudernd wären wir schneller gewesen …
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leider konnte ich nur nicht das finden, was mir vorschebt …. die grossen schiffe verkaufen, auf den kleinen sind käufer, die ware ist oft in plastiktüten eingepackt, wenn diese nicht eh auf dem wasser schwimmen. die verkäufer:innen sind den in massen angefahrenen touristenbooten oft abgewandt. auf dem wasser war es sehr unruhig, touristisch. ausserdem gab es eine krasse lichtsituation, einen blendenumfang, den meine kamera kaum fassen konnte. ich war ziemlich ernüchtert, denn es wurde klar, dass ich hier kaum arbeiten kann, also kaum die gesuchten motive finde.
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der zweite teil der geführten tour bestand aus dem besuch des dortigen marktes. hier könnte ich natürlich irre viel für die serie finden, aber jetzt soll es ja etwas anderes werden …
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die einkaufenden fahren nicht manchmal, sondern oft direkt mit dem motorroller an den stand und kaufen direkt von ihm aus ein, ohne abzusteigen. wie immer ist besonders der verkauf von frei hängendem fleisch oder in schalen noch so gerade lebenden fischen beeindruckend.
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anschliessend sind wir in einen netten kanal geschippert, um dort in einem kleinen dorf zwei nudel“fabriken“ zu besuchen. in der ersten werden „feuchte“ reisnudeln hergestellt, die etwa einen tag lang haltbar sind. in irrer hitze arbeiten hier frauen (die männer liefern aus), wie bei spätzle fliessen die nudeln unten aus der maschine, werden über ein längeres band gegart und hinten kühl abgebraust, um dann verpackt zu werden.
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anders bei trockenen reisnudeln. hier werden „platten“ gefertigt, auf wasserdampf gegart, um dann über 3h an der luft zu trocknen. aus den getrockneten platten werden in einer presse die dünnen reisnudeln geschnitten. diese an fett frittiert durften wir mit erdnüssen und würziger creme vor ort geniessen.
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abseits der erkenntnis, dass ich hier noch nicht ganz das finde, was ich mir wünsche (recherche-arbeit, die durchaus frustrieren kann), konnte ich mir ein bild machen und habe mich anschliessend entschieden, morgen an einen ort entlang eines seitenarms des mekongs weiter ins innere zu reisen. dort soll es mal einen schwimmenden markt gegeben habe, jetzt gibt es vielleicht (niemand kann darüber so richtig auskunft geben) noch wenige boote, die sich möglicherweise so darstellen, wie ich es mir wünsche.
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das heisst, morgen stehe ich um 5 uhr vz auf, fahre mit dem taxi dorthin, setze mich in ein cafe und warte und schaue und warte und schaue. hoffentlich hüpfe ich auch zwischendurch …. 😊

Ein Kommentar

  1. Dirk Sievering Dirk Sievering

    Hey hallo Anja,
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Suche. Ich finde Deinen Blog super interessant und die Bilder natürlich auch . Besonders gut gefällt mir das heutige Foto von dem Herrn am großen Reiskochtopf, wie er gerade den Deckel abhebt und halb im Dampf verschwindet, toll !!!
    Liebe Grüße Dirk

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